Haftungsausschluss:  Für die hier gezeigten Informationen, und deren Folgen in der Realisation,
kann selbstverständlich keine Haftung übernommen werden.


Hier wird gezeigt wie man neue Einspritzdüsen einbaut.
(Fertig abgedrückt, eingestellt)
Diese Anleitung sollte für alle OM-Motoren (Wirbelkammer) von Mercedes-Benz gültig sein.

Alle Fotos auch in hoher Auflösung 2000x1500
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Nach vielen Pflanzenölkilometern sind die Einspritzdüsen nicht mehr das Beste was Motorentechnik zu bieten hat.
Das Spritzbild verändert sich negativ und der Motor startet unwillig.
Bei Vollast (z.B. auf der Autobahn) sind alte, verschliessene Düsen nicht zu erkennen.
Während man mit Diesel weit über 200.000KM fahren kann, sollte man bei Pölbetrieb an einen Wechsel nach späterstens 150.000 KM denken.

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Zuerst löst man die Überwurfmuttern der Einspritzleitungen an der Einspritzpumpenseite.

Dazu benötigt man einen 14er Schlüssel.

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Die Überwurfmutter löst man nun auch an den Einspritzdüsen.

Zuerst bitte die Halter der Einspritzleitungen (Kunststoffclips)
lösen. Viele brechen ab oder zerbröseln.
Die MB-Niederlassung hat diese Teile für wenige Cents auf Lager.

Die Leitungen nicht verbiegen. Deshalb werden die Leitungen auch auf der ESP-Seite abgeschraubt.

Die Rücklauf / Leckölleitungen sollten gleich erneuert werden.
Auch diese Leitung kostet nur wenige Cents.

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Mit einer Düsennuss der Grösse 27 können nun die Düsenhalter aus dem Zylinderkopf geschraubt werden.
Meist sitzten die “Dinger” bombenfest und sind nur mit einer Verlängerung zu lösen.
Ich nutzte hier einen Radmutternschlüssel von Lidl für 4,95€. (packt mördermässig an)

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Und da sind sie schon: Seriendüsen im Halter nach 150.000 KM.
Davon wurden 45.000 KM mit Altpöl zurückgelegt. Deutliche Verkokungsspuren an der Düsennadel.
Der folgende Abdrücktest ergab auch ein völlig verändertes Spritzbild.
Der Abspritzdruck hatte sich aber über die 150.000 KM nicht verändert.

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Bei jedem Düsenwechsel müssen auch die Flammscheiben getauscht werden.
Leider sitzen die sehr oft, sehr fest im Zylinderkopf drin.
Mit einer Holzschraube (dück und schäm) kann man diese aber ganz gut rausfischen.

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Der Blick in den Zylinderkopf.
Hier kommt nun die Flammscheibe rein,
und dann die Einspritzdüse.
Rechts kann man die Glühkerze in der Wirbelkammer erkennen.

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Die Schutzkappen bei der Montage auf den Düsenstöcken drauflassen.
So kommt kein Schmutz in die Düse.

Hier beide Düsenhalter mit Düseneinsatz nebeneinander.

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Nun ganz vorsichtig mit dem Drehmomentschlüssel die neuen Düsen in den Kopf reindrehen.

Dabei nur handfest anziehen.
Das richtige Drehmoment von 75NM beim Saugdiesel, und 40NM beim Turbodiesel nacheinder auf alle 4 Düsen anwenden.

Dieses sind Werksangaben.
Sicherlich ist es nicht verkeht das Drehmoment auf bis zu 80NM zu erhöhen.

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Die Einspritzleitungen aufschrauben und mit ca. 20NM festziehen. Waren die Leitungen schon öfters abgebaut muss das Drehmoment etwas erhöht werden sonst werden die Leitungen nicht dicht

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Die neuen Rücklaufleitungen an den Düsenstöcken aufstecken, und an der ESP die Leitungen aufschrauben.

Immer neue Leitungshalter für die ES-Leitungen verwenden. Kosten nur wenige Cent, aber beugen einem Leitungsbruch vor.

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Dann das erste Mal starten, (meist ein wenig orgeln, da ja Luft in der Leitung ist) aber dann sollte es deutlich ruhiger vorangehen.

Ein deutlicheres Nagelgeräusch ist im übrigen auf den ersten 1000KM normal.
Die Düsen müssen erst noch einlaufen.

Letzte Aktualisierung: 28.12.2007
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