Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier!
Mahatma Gandhi, ind. Politiker, 1869-1948

190 - 200D Galerie

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Der Mercedes 190D, 2.0 Diesel mit 72 PS.
Kein sportliches Fahrzeug, dafür aber mit einem robusten Motor ohne jeglichen technischen “Schnick-Schnack”

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Zu klein, zu teuer, kein richtiger Mercedes. So wurde 1983 der kleine Baby-Benz 190 wenig herzlich durch den deutschen Automarkt begrüßt. Die Zeiten haben sich geändert, heute gibt es durch A-Klasse noch kleinere Autos mit dem Stuttgarter Stern, und nicht zu vergessen, eine C-Klasse kostete etwa das Doppelte eines 190ers vor etwa 19 Jahren.

Und heute ist der W201 wohl die günstigste Möglichkeit, einen Mercedes zu fahren.

Und das ist nicht mal ein Kunststück, denn seit 1985 gilt der „Kleinste“ als erwachsener Langläufer von unverwüstlicher Qualität. Heute noch sehr beliebt ist der langlebige und leider wenig durchzugskräftige 190 Diesel mit 72, später 75 PS mit 2 Litern Hubraum.

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Die einzig zwei elektrisch/elekronischen Bauteile sind in dieser Baumusterreihe
das elektrische Schiebe/Hubdach
und die Aussenspiegelerwärmung.

Die meisten W201 stammen aus dem ehemaligen Borgward-Werk Bremen-Sebaldsbrück, wo schon damals die Isabella gebaut wurde und Garant für hochwertigen Fahrzeugbau ist. Eine gute Basis für eine lange Autolaufzeit. Die Motoren gelten schon immer als sehr standfest, beim Getriebe scheiden sich allerdings die Geister: Die manuelle Schaltung hakt oft, und die Automatik zeigt nachhaltig das sie in den 70ern entwickelt wurde.

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Unterschiedlicher können die beiden Fortbewegungsmittel nicht sein.

Ein 72PS Dieselmotor mit Altpflanzenölantrieb
und eine Boing. (im Landeanflug auf MUC)

Die Verarbeitung des 190ers war vom Start weg immer tadellos, die Karosse mit dem eckigen Heck übersichtlich und funktional. Rost ist eigentlich kein Thema, anfällig sind nur vereinzelt die Wagenheberaufnahmen und die C-Säule.

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In dezentem Weinrot passt sich der 190er
gut der herbstlichen Stimmung an.

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Im 190er sitzt alles am richtigen Platz, Schaltersuche gibt es nicht. Nur der Schiebeschalter fürs Gebläse ist beim Fahren viel zu schwierig zu bedienen.
Häufigster Mangel bei alten W201ern: ausgelutschte Fahrersitze.
Erst mit der MOPF 88 wurden die Sitze robuster. Manko für alte Modelle:
Sie müssen mit dem kleinen Wischfeld des Einarmwischers auskommen.
Der geniale Hubwischer kam erst 85 und wurde auch in die C-Klasse W202
mit übernommen.

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Bei trockener Strasse schwebt der 190er ruhig und edel dahin, wie eine Harley bei Schönwetter. Bei Seitenwind wird’s stürmisch im W201. Wenn dann noch Nässe hinzukommt, kann die Heckpartie schon mal unkontrolliert ausbrechen.

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Der TÜV stellt bei seinen HU´s meistens ein gutes Ergebnis aus. Die größte Macke ist die Lenkung. – Das Lenkgetrieb hat zuviel Spiel. Dennoch hält sich der TÜV mit negativer Kritik zurück,
denn der 190 ist der beste aller geprüften Autos dieser Baujahre.

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Der 200er Diesel an der heimischen Altpflanzenöltankstelle.
Das Öl kommt aber ursprünglich tatsächlich aus diesen Rapsfeldern.
Nur mit einem “kleinen” Umweg über die Friteuse eines Gastronomes.

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Die Modellgeschichte:

11/82 Neueinführung des Mercedes 190, als Baureihe W201 betitelt.

09/83 Einführung des 190 Diesel 2.0.

11/84 Modellpflege: Hubwischer, Kat für 190 E, Keil-Flachriemen.

05/85 190 D 2.5 mit 90 PS

09/85 190 E 2.3, 2.6, Kat für alle Benziner

09/88 Modellpflege: Bug- und Heckschürzen, zusätzliche Schwellerverkleidung und Flankenschutz, Fahrersitz verstellbar, Gurte verstellbar.

04/90 Basismodell: 190 1.8 mit 109 PS

01/92 Sondermodelle Avantgarde, Verde, Rosso und Azzurro mit Metalliclackierung und aufgewerteter Innenausstattung.

10/92 ABS und Zentralverriegelung serienmäßig.

10/92 Sondermodell DTM 92

05/93 Baureihe eingestellt.
Ablösung durch die C-Klasse W202

Letzte Aktualisierung: 28.12.2007
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